Archiv des Autors: H. P. Welte

Besucher mit Rang und Namen……. – 06/2019

Besucher mit Rang und Namen……

hatten wir schon häufig in der Schützengilde. Angefangen mit unserem verstorbenen Ehrenmitglied Dr. Lothar Späth, ehemaliger Ministerpräsident von Baden Württemberg, über die MdB Eberhard Gienger (CDU) und Franziska Gminder (AfD) zu den MdL Friedlinde Gurr-Hirsch (CDU) und Nico Weinmann (FDP). Alle wollten sich über den Schießsport informieren und mit ihrem Besuch unsere vielfältigen sportlichen und kulturellen Aktivitäten würdigen.

Umso mehr haben wir uns gefreut am Samstag, dem 08.06.2019 mit Hannelore Lange und Klaus Koch zwei hochrangige Funktionärsvertreter aus der Welt des Sports bei uns zu Gast zu haben. Frau Lange ist Landesoberschützenmeisterin des Württembergischen Schützenverbandes 1850 e.V. (WSV) und Klaus Koch ist als 2. Landesschützenmeister auch gleichzeitig Kreisoberschützenmeister des WSV für den Landkreis HN. Der übergeordnete Dachverband des WSV ist der deutsche Schützenbund (DSB).

Hintergrund des Besuchs war die neu verbaute Technik in unserem Schießstand und der Wechsel in unserer Vorstandschaft von Heinz Vogt auf Dr. Bernd Thommes. Immerhin ist die SG mit ca. 230 Mitgliedern inzwischen der 3. größte Schützenverein im Landkreis HN – und das mit stark wachsender Tendenz. Bei ca. 4300 Schützen im Landkreis und ca. 89000 Verbandsmitgliedern in Württemberg sind wir über die Jahre durchaus zu einem „Faktor“ im Verband herangewachsen.

Gerne gehört haben die beiden die Absicht des neuen SG-Vereinsvorstandes Dr. Bernd Thommes und dem zuständigen SG-Sportleiter Frank Albrecht, speziell in den schießsportlichen Disziplinen des Deutschen Schützenbundes (DSB ) verstärkt aktiv zu werden.

Heinz Vogt, unser Ehrenpräsident, führte durch unseren Schießstand und erläuterte detailliert die in Deutschland vermutlich einmalige Funktionsweise des neuen Geschoßfangs in „wet snail technik“. Auch der Landesverband  verfügt seit Dezember 2017 über ein neu gebautes Schulungszentrum beim Landessportbund in Ruit auf den Fildern. Dort wurden mit ca. 7,5 Mio € Investitionsvolumen noch ganz anderen Dimensionen verbaut als bei uns mit unseren „bescheidenen“ ca. 350 T€. Allein 40 Schießbahnen für den Bereich Luftdruck und 20 Bahnen mit 50 m Länge für den Bereich Kleinkaliber sind dort entstanden. Mit dabei natürlich Schulungs- und Verwaltungsräume um den Wettkampfschützen des Landes optimale Möglichkeiten zu bieten. Selbstverständlich alles auch auf neuestem Stand der Technik mit elektronischer Auswertung der Schießergebnisse.

Klaus Koch nutzte die Gelegenheit um auf die neuen Applikationen der verbandseigenen Mitglieder- verwaltung NEON aufmerksam zu machen, welche auch von der SG eingesetzt wird. Der Verband stellt diese Arbeitserleichterung seinen Vereinen kostenlos zur Verfügung und ermöglicht damit eine schnelle, digitale Verwaltung – sehr zum Nutzen beider Partner. Verbandsanmeldungen, Ehrungen, Rechnungen etc. etc. können damit effektiv verwaltet werden. Heinz Vogt stellte fest, einen Verein unserer Größe steuert man nicht mehr mit der „Hand am Arm“. Die Anforderungen an die vielen ehrenamtlichen Helfer wie Schriftführer- und Kassierer/innen sind enorm angestiegen. Geschäftsstellen mit hauptamtlichen Mitarbeitern sind längst keine Utopie mehr. Die gesetzlichen Vorgaben im Datenschutz und anderen Bereichen lassen sich nicht alle ignorieren.

Nach 2 Stunden Besichtigung und Diskussionen war dann aber die Luft bei allen Beteiligten zuerst einmal raus. Zeit für eine Regenerationspause in unserer Vereinsgaststätte „por fin“ bevor dann erfrischt und gestärkt die Heimreise angetreten wurde.

Hans-Peter Welte, Public Relations, www.Sg1990-Abstatt.de

Mitgliederversammlung – 05/2019

Schützengilde Mitgliederversammlung 2019

Heinz Vogt, der 1. Vorstand, begrüßte die anwesenden Teilnehmer/innen und forderte zunächst zu einer Gedenkminute für die drei verstorbenen Mitglieder, Doris Füllemann, Manfred Sommer und Rolf Unkauf auf. Immerhin 44 anwesende Teilnehmer, das sind ca. 20% der gesamten Mitglieder, würdigten die Wichtigkeit dieser Jahreshauptversammlung und brachten durch ihre Teilnahme die Verbundenheit mit dem Verein zum Ausdruck. Heinz Vogt stellte die Beschlussfähigkeit fest.

Kassenwart Berit Vogt berichtet
  1. Heinz Vogt berichtete über den Verlauf des letzten Geschäftsjahres, welches durch den notwendigen Umbau geprägt war.  Er erläuterte nochmals die behördlich vorgegebenen Gründe dafür und die Risikoüberlegungen des Vereins bei verschiedenen Umbauszenarien. Während der Abbau des alten Geschossfangs durch die Mitglieder hervorragend in Eigenregie übernommen wurde, wurde der Um- und Neubau fast ausschließlich an Profis vergeben. Er bedankte sich bei allen Beteiligten insbesondere bei seiner Familie, die in dieser Zeit zurückstecken musste, ihn  aber immer unterstützt hat. Außerdem beim Bauausschuss, den Handwerkern, den privaten Geldgebern und der Voba-HN. Nicht zuletzt aber bei den aktiven Schützen, die immerhin über ein ganzes Quartal auf ihr Hobby verzichten mussten und bei allen Mitgliedern, welche ihn vertrau-ensvoll arbeiten ließen. Er schätzte, dass er in den letzten 2 Jahren ca. 2 – 3000 Stunden für den Verein tätig war. Heinz Vogt bedankte sich bei allen für die Unterstützung während seiner fast 30 jährigen Amtsperiode und erinnerte nochmals an die Gründerjahre mit ursprünglich einmal 18 Gründungsmitgliedern. Er kündigte an, nun im Alter von 76 Jahren, die Vereinsführung in neue Hände legen zu wollen.
  • Zum Finanzstatus erläuterte die Vereinskassiererin Berit Vogt den Stand der Einnahmen und Ausgaben sowie die Kontostände. Trotz unserer sehr hohen Ausgaben im letzten Jahr, bedingt durch den Umbau, ist die Liquidität gesichert. Die sehr hohen Tilgungsleistungen wurden alle planmäßig erbracht. Die vorliegenden Rechnungen sind bezahlt. Unser Hauptkonto weist derzeit einen Habensaldo von ca. 60 T€ aus. Dabei fehlt noch der angekündigte Zuschuss des Landessportbundes in gut 5-stelliger  Höhe.
  • Die Kassenprüfung verlief ohne Auffälligkeiten. Die Entlastung des Vorstandes wurde durch den anwesenden ehemaligen Bürgermeister Rüdiger Braun eingeleitet und durch die Anwesenden einstimmig erteilt.
  • Herr Braun, einer der Gründungsmitglieder und Initiatoren erinnerte in einer humorvollen Laudatio auf Heinz Vogt an die eine oder andere „merkwürdige“ Gegebenheit in der Gründungsphase und die vielfältigen Hindernisse, die der junge Verein aus dem Weg räumen musste. Er beglückwünschte HV zu seiner Lebensleistung und würdigte auch langjährige Mitstreiter wie Heinz Weihrauch, ebenfalls Initiator, sowie den ehemaligen zweiten Vorstand und jetzigen PR-Beauftragten des Vereins HP Welte. Die anwesenden Mitglieder feierten Heinz Vogt mit „standing ovations“. Ein Geschenkkorb voller Leckereien, Wein und Blumen für seine Frau Birgit Vogt rundeten die folgende Wahl zum Ehrenpräsidenten und Ehrenmitglied für das langjährige ehrenamtliche Engagement der beiden für den Verein ab.
Heinz Vogt mit seiner Frau Birgit, dem 2. Vorsitzenden Kilian Graf von Benzel Sturmfeder und dem neuen 1. Vorsitzenden Dr. Bernd Thommes, Nordheim

  • Herbert Wallrath unser Sportleiter berichtete über die sportlichen Highlights des letzten Jahres und nahm die Ehrungen mit Handschlag und einer obligatorischen Urkunde vor. Es gab wieder eine erfolgreiche Sachkundeprüfung für die neuen Mitglieder und auch ein Sicherheits- und Regeltest wurde vorgenommen – ein unverzichtbarer Nachweis für die Teilnahme an IPSC-Turnieren. Zwei unserer Mitglieder haben die Range Officer-Prüfung bestanden. Das bedeutet, dass wir bei unseren Turnieren nicht mehr auf die Unterstützung anderer Vereine angewiesen  sind. Unser aktueller Schützenkönig heißt Dr. Bernd Thommes. Herzlichen Glückwunsch. Die traditionelle Runde Zielwasser ist aufgeschoben aber nicht aufgehoben!

Wahlen

Dr. Bernd Thommes, Nordheim wurde zum neuen 1. Vorsitzenden gewählt

Ebenfalls neu gewählt, bzw. im Amt bestätigt  wurden die folgenden Funktionsbereiche.

Schatzmeister, Schriftführer, Sportleiter , Abteilungsleiter Abtlg. DSB, Stellvertretender Abteilungsleiter Abtlg. BDS, Abteilungsleiter und Stellvertreter Abtlg. Bogen, Wartung Bau und Technik sowie Veranstaltungen.

Allen gewählten Amtsträgern wünschen wir Glück und Erfolg in der Ausübung ihres Ehrenamtes.

Hans-Peter Welte

Restarbeiten – Punktlandung 04/2019

Punktlandung

Rechtzeitig zur Jahreshauptversammlung am 12.5.2019 sind die letzten, noch ausstehenden  Restarbeiten unseres Umbaus und aktuell anstehende Reparaturarbeiten fertig geworden. Jetzt strahlt wieder alles in neuem Glanz. Die Schallschutzwände sind in der Vereinsfarbe rot neu tapeziert, unterbrochen von weißen Paneelen, welche die dahinter liegenden Schallschutzmatten fixieren. Das sieht richtig edel aus. man fühlt sich beim Betreten des Schießstandes wie in einem Theater oder einem Kinosaal in den 80iger Jahren. Dass das hier ein Schießstand ist, merkt man erst beim Betrachten des neuen Geschoßfangs und/oder natürlich wenn es knallt und die Kugeln fliegen. Ein Schießstand muss nicht zwingend eine dunkle blei- und pulvergeschwärzte Höhle sein. Ein bisschen Wohlfühlatmosphäre ist dem Trainingsziel durchaus dienlich.


Der beim Umbau neu entstandene Zu-/Ausgang, der auch als zusätzlicher Fluchtweg dient, ist neu verputzt. Ein Handlauf ist installiert und über der Treppe schwebt ein Schwerlastkran, den unser Mitglied Ismail Kocabas installiert hat. Ab sofort müssen unsere Mitglieder keine zentnerschweren Eimer voller Bleischrott mehr schleppen, sondern diese Plackerei erledigt jetzt der neue Lastenkran. Regelmäßig werden nämlich der anfallende Bleischrott und die Messinghülsen im Schrotthandel entsorgt. Das bedeutete bisher „lange Arme“ für die ausführenden Mitglieder. Eimer für Eimer wurde bis zu 3mal jährlich tonnenweise Altmetall aus dem Schießstand geschleppt und händisch auf einen LKW geladen. Eine sehr unbeliebte Arbeit, bei der sich die Freiwilligen immer schwerer finden ließen. Das geht jetzt wesentlich komfortabler. Immerhin fallen jährlich ca. 3,5 to Blei- und gut 1 to Messingschrott bei uns an, die fachgerecht entsorgt werden wollen.


Heinz Vogt, unser scheidender 1. Vorstand hat seine Hausaufgaben gemacht. Sein Nachfolger übernimmt keine offenen Baustellen. Es ist eine in jeder Hinsicht geordnete Übergabe. In seiner letzten Amtsperiode hat er mit dem Umbau eine Herkulesleistung vollbracht, die unser aller Anerkennung verdient. Etwa 2500 Arbeitsstunden hat er in dieser Zeit mit Schützengildethemen verbracht. Ein unbezahlbares Engagement für einen Verein unserer Größe. Danke dafür lieber Heinz.

Wer jetzt allerdings glaubt, der neue Vorstand könnte sich zurücklehnen kennt die Schützengilde nicht. Neue Bauvorhaben sind bereits in der Planung. Ein Clubraum für die Mitglieder wird entstehen, die por fin-Küche wird vergrößert, ein Schießkino wird eingebaut und die Überdachung der por fin Terrasse wird wieder einmal diskutiert. Lange Weile im Ehrenamt sieht anders aus!

Hans-Peter Welte                                                                                                                              

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Jägerlatein in der SG – 03/19

Jägerlatein in der Schützengilde!

Wie in den letzten Jahren ist der Kurs der Heilbronner Jägervereinigung zur Jagdscheinprüfung auch dieses Jahr mit  35 Teilnehmern wieder voll ausgebucht. Erfreulich ist, dass der Anteil der Damen inzwischen nahezu 30% ausmacht. Zur Kurzwaffenausbildung kommen diese Jagdscheinaspiranten schon fast traditionell in die Schützengilde, wo sie am Sonntag, den 24.03.2019 von unserem 1.Vorstand Heinz Vogt freundlich begrüßt wurden. Nach kurzer Einweisung in unsere neue Haustechnik (Lüftung und Geschossfang) sowie die Ankündigung auf das geplante Schießkino, welches wir noch dieses Jahr verwirklichen wollen, ging es auch gleich zur Sache. Das Schießen und der sichere Umgang mit Pistole und Revolver standen auf dem Ausbildungsplan.

Klar ist, wenn so viele Grünröcke beisammen sind, wird Jägerlatein erzählt, dass sich die Balken biegen. Die Keiler werden immer größer, die Böcke immer kapitaler, die Füchse immer stärker und die nicht vorhandenen Wölfe immer geheimnisvoller. Die folgende Geschichte ist aber wahr.    Ehrlich, großes Jägerehrenwort!

Im Revier eines der Ausbilder ist eine Bache überfahren worden. Schnell war klar dass sie Junge führt und mit einem ausgebildeten Nachsuchehund wurde der Kessel (die Kinderstube) auch tatsächlich gefunden. 10 ganz frische Frischlinge lagen darin und hatten z.T. noch die Nabelschnur anhängen. Was jetzt? Sie ihrem Schicksal überlassen? Sie erschießen? Nein, das geht auch für einen Jäger nicht. Waidgerechtigkeit und Jagdethik sind schließlich keine reinen Schlagworte. Die jagdliche Ausbildung und das jagdliche Selbstverständnis lassen so etwas nicht zu. Also kümmert sich jetzt die ganze Jägerfamilie um die sprichwörtliche „Saubande“. D.h., alle 2 Stunden füttern, Stall ausmisten, Tierarztbesuche, Ratschläge einholen etc. etc.. Jagd ist scheinbar doch etwas mehr als sich schießwütig auszutoben.

Den 35 Jagdscheinaspiranten wünschen wir wieder viel Glück und Erfolg für das grüne Abitur und ein erfülltes Jägerleben – Waidmannsheil!

Hans-Peter Welte Public Relations

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IPSC-Lehrgang – 03/2019

                         IPSC-Lehrgang in der Schützengilde

Immer wieder gerne für schießsportliche Lehrgänge genutzt wird der SG-Schießstand mit seinen sehr guten Trainingsbedingungen auch von externen Lehrgangsleitern.

Am Wochenende vom 1. – 3.2.2019 organisierten unsere Mitglieder Christian Schmitt und Dr. Bernd Thommes  ein Seminar zum Thema sportliches IPSC-Schießen. Mit dabei als Lehrgangsleiter war ein leibhaftiges Mitglied des tschechischen CZ-Werksteams, der mit seinen ausgeklügelten Trainingsmethoden frischen Wind in den Trainingsalltag unserer Schützen brachte.

Schwerpunkt des Seminars sind  sportpsychologische sowie mentale Ansatzpunkte um die Leistung in dieser hoch konzentrativen Sportart zu verbessern. Daneben wird aber auch viel Wert auf die Handhabung der „Basics“ gelegt. Die sichere Waffenhandhabung, Zielerfassung, strategischer Magazinwechsel, schnelles Doubletten schießen etc. wird intensiv in Trockenübungen mit der ungeladenen Waffe trainiert. Lange bevor ein scharfer Schuss fällt werden dem Lehrgangsteilnehmer die Bewegungsabläufe auf diese Art verinnerlicht.

18 Teilnehmer aus dem ganzen Bundesgebiet haben teilgenommen und wurden an drei Tagen von 8.30 Uhr morgens bis 17.30 Uhr gefordert und gefördert. Obwohl alle Teilnehmer aktive IPSC-Schützen sind und damit als vorbelastet gelten, waren sie abends platt von der Fülle des angebotenen Lehrstoffs. Das Training auf dem Niveau der Weltelite spielt auch in dieser Sportart eben doch in einer anderen Liga als im heimischen Verein. Die Lehrgangssprache in Englisch war dem allgemeinen Umgang miteinander übrigens in keinster Weise hinderlich.

Dank an die Organisatoren, die diesen Lehrgang eingefädelt und organisiert haben und somit allen Teilnehmern die Möglichkeit geboten haben, sich sportlich weiterzuentwickeln.

Hans-Peter Welte Public Relations

The dark side……! – 02/2019

                                                        The Dark Side …..!

Wenn die Abstatter Bogenschützen ein internes Turnier austragen kann man davon ausgehen, dass  keine normalen Maßstäben gelten. Entweder jagen sie Gruselgestalten wie an Halloween oder sie schießen im Dunkeln, so wie letzten Freitag, nur mit Schwarzlichtbeleuchtung.

„Schwarzlicht (UV-Licht) wird vom menschlichen Auge nicht wahrgenommen, regt aber bestimmte Stoffe zum fluoreszieren an. Diese sieht man dann umso stärker im Dunkeln leuchten. Man kennt diesen Effekt aus Diskos, aber auch Waschmittel nutzen die natürliche UV-Strahlung zum Aufhellen der Wäsche.“

Schwarzlichmonsters!!!

Bevor die Pfeile fliegen konnten war aber erst einmal Kreativität angesagt. Sowohl die Jugend als auch die Erwachsenen versuchten sich im Bemalen von Zielscheiben mit fluoreszierender Farbe. Die Ergebnisse können sich sehen lassen. Ein Werwolf, Poltergeister verschiedener Art, eine gefräßige Raupe und ein kunstvoller Pelikan erstrahlten gemeinsam mit noch weiteren Kunstwerken im UV-Licht. Darum herum war es  aber stockdunkel. So dunkel, dass man die Visierung des eigenen Bogens nur erahnen konnte. Schon das Auflegen des Pfeils auf die Sehne war eine echte Herausforderung.

Jetzt konnte der Spaß beginnen. Nicos Pfeil mit der leuchtenden Nocke sauste durch die Dunkelheit wie ein Leuchtspurgeschoß und markierte das Ziel wie ein Laser Pointer. Die Flugbahn der normalen Pfeile war nur zu erahnen. Erst das Aufflammen der Raumbeleuchtung präsentierte das Ergebnis.

Getroffen hat jede(r). Es ging bei dieser Veranstaltung aber auch nicht ganz so ernsthaft zu. Vielmehr stand einmal mehr der Spaß im Vordergrund. Die Anzahl der Teilnehmer ist auf jeden Fall ein eindeutiger Gradmesser für die hohe Akzeptanz des Turniers. Liebevoll ausgerichtet einmal mehr von unserem Trainerpaar Rebecca und Carsten. Eben ganz in der Tradition der Schützengilde Fun Turniere. Dass danach eine „Por Fin“ – Pizza nicht nur den Hunger stillt, sondern auch den Team Geist fördert ist wohl obligatorisch. Zum Nachtisch vielleicht noch etwas von den selbstgebackenen Erdnusskeksen oder lieber ein  Stück von Rebeccas Schoko-/Bananenkuchen ….?

Die Schützengilde – der etwas andere Schießsportverein!

Hans-Peter Welte Public Relations

Pulverdampf schnuppern…! – 01/2019

                             Pulverdampf schnuppern….

oder anders formuliert – den Schießsport kennen lernen, lässt sich in der Schützengilde hervorragend. Gerne kommen Gästegruppen zu uns, um unter fachkundiger Anleitung sportlich zu schießen. Mit Ausnahme von Vorderladerschießen (mit Schwarzpulver) ist in der SG jede schießsportliche Disziplin möglich. D.h., Pistolen und Revolver in den verschiedensten Kalibern, aber auch Büchsen und Flinten können in Ruhe getestet und auf die persönliche Neigung hin ausprobiert  werden. Schon so mancher Gastschütze hat dabei sein Herz für den Schießsport  entdeckt und eventuelle Vorurteile abgebaut. Insofern geht es uns nicht nur darum, unseren Gästen ein paar schöne Stunden zu bereiten, sondern auch darum den Schießsport im positiven Sinne darzustellen. Vereinzelt kommt es sogar immer wieder vor, dass Gäste spontan bei uns Mitglied werden. Das nennt man dann einen „Volltreffer“.

Zum wiederholten Mal bei uns waren am Dienstag den 22.01.19 die Mitglieder des Round Table, Heilbronn und am 25.01.2019 die Freizeitsportler des TGV Abstatt.  Der Round Table ist ein internationaler Service Verein im Stil englischer Clubs für Männer im Alter bis max. 40 Jahre. Ziel des Clubs ist es sich auszutauschen und zu vernetzen. Dabei werden im Umfeld soziale Projekte angestoßen und/oder ehrenamtlich unterstützt. Deutschlandweit gibt es ca. 3500 Mitglieder.

Die Freizeitsportler braucht man in Abstatt nicht vorzustellen. Sie gehören seit über 30 Jahren zum  Sportangebot des TGV, und nutzen die trainingsfreie Phase während die Rällingbühne spielt für ein abwechslungsreiches Alternativprogramm – z.B. Sportschießen in der Schützengilde. Leider war dieser Termin auch durch das Hallenhandballhalbfinale belegt, sodass nur eine Handvoll Freizeitsportler den Weg zu uns gefunden haben. Denen die sich für Handball entschieden haben sei gesagt, der Erfolg der Schützen war an diesem Abend größer.

Immer wieder erstaunlich ist, wie schnell Berührungsängste mit Waffen verschwinden, wenn diese sachkundig erklärt werden. Schon nach wenigen Schüssen auf die Zielscheibe wächst der Wunsch auch dahin zu treffen wo man hinzielt. Dass das nicht ganz so leicht ist wird den meisten doch ziemlich schnell klar. So eine geladene Kurzwaffe wiegt deutlich über ein Kilo. Die mit einer Hand ruhig halten, dabei zielen, die Atmung nicht vergessen und ganz ruhig den Druckpunkt des Abzugs überwinden sind Bewegungsabläufe, die erst einmal verinnerlicht werden wollen. Aber wie auch immer: Übung macht den Meister und so werden die Trefferergebnisse auch sukzessive besser und schnell entwickelt sich der sportliche Ehrgeiz. Jetzt werden die Ringe der Zielscheibe aufaddiert. Wer hat das beste Trefferergebnis? Ist dieser Einschuss schon ein 8er oder zählt der noch als 7er? Wow -alle 5 Schuss im Schwarzen. Da ist ja ein Naturtalent am Werk! So geht es munter zu wenn Gastschützen in Fahrt kommen. Immer natürlich unter der Aufsicht eines SG-Verantwortlichen und unter Einhaltung der Sicherheitsregeln, die jede/r zuerst einmal verinnerlichen muss.

Wenn dann alle soweit sind, dass  getroffen wird kommt es üblicherweise zum abschließenden „High Noon“. Wer wird  „Guny“ des Abends? In der Freizeitsportgruppe hat das bereits Tradition. Dieses Jahr wurde mit Pistole und Revolver im Kleinkaliber geschossen. Jeder musste 5 Schuss aus jeder Waffe abfeuern und die erzielten Ringe wurden dann ausgewertet. Rudi und Helmut lieferten sich ein spannendes Finale, bei dem Rudi schließlich knapp mit 70 Ringen siegte.

Der alte und neue Freizeitsport „Gunman des Jahres“ ist also unser Abteilungsleiter. Herzlichen Glückwunsch Rudi.

Erst beim abschließenden Por Fin Besuch wurde dann aber doch bemerkt, dass Pulverdampf durstig macht. Davor war der Adrenalinspiegel einfach zu hoch um solche elementaren Bedürfnisse zu bemerken.

Hans-Peter Welte

Public Relations

IPSC-Match 2018

11. Abstatter IPSC Match

Nach den großen Umbaumassnahmen die zum Sommer 2018 begonnen haben, war es bis kurz vor der Fertigstellung des neuen Kugelfangs nicht klar ob das Match 2018 stattfinden kann.

Nach der Einweihung und der Begehung der Anlage war klar – 2018 wird stattfinden.

Aufgrund der alten Konstruktion war alle Maße Zentimetergenau vorhanden. Durch den neuen Kugelfang ändere sich die bauliche Beschaffenheit, so dass wir das Match mit weniger Planung als die Jahre davor hinbringen mussten.

Schnell waren die Zeichnungen fertig und der Termin auf das erste Wochenende im Dezember datiert. Aufgrund der begrenzten Wochenenden war kein andere Termin möglich und die Helfer und Range Officer mussten an den beiden zur Verfügung stehenden Terminen mit schiessen.

Nachdem die alt bekannten Personen mit „Save the Date“ e-Mail informiert wurden, ging kurze Zeit später die offizielle Ausschreibung „live“.

Innerhalb von nicht einmal 2 Wochen war das komplette Match ausgebucht. Mit allen Mitteln wurden die Zeiten durchgerechnet und optimiert um noch weiteren Teilnehmern einen Start zu ermöglichen. Dies haben wir dann nochmal für weitere 10 Teilnehmern geschafft.

Innerhalb der 2 Tage wurden jeweils 7 Stages aufgebaut und durchgeschossen.

Durch die relativ hohe Anzahl von Plates (Stahlscheiben die nach Treffer liegenbleiben) war die Schussbelastung pro Teilnehmer bei durchschnittlich 125 Schuss.

Aufgrund der Anzahl war dies ein zweiter Belastungstest für die neue Anlage. Es gibt noch einiges zu optimieren, in Summe hat die Anlage das geleistet was von ihr verlangt wurde.

Die Rückmeldungen der Teilnehmer zum Match waren alle positiv. Bereits für 2019 wurde angefragt wann das 12. Match stattfinden wird.

Vielen Dank an alle Teilnehmer für ein schönes und sicheres Match.

Desweiteren ein großen Dank der Bäckerei Jürgens für die hervorragende Brötchen, Brezeln und Hefezöpfe sowie allen Helfer für den Aufbau, Umbau und Abbau in der Schützengilde.

Alexander Wallrath

Sportleiter IPSC

König/in von Abstatt – 01/2019

König/in von Abstatt

Könige und Königinnen gibt es mehrere.

Groß Britannien hat seine Queen, Spanien, Belgien, Schweden, Niederlande und Norwegen haben einen König und Thailand bekommt demnächst wieder einen. Sogar Mallorca hat mit Jürgen Drews einen „selbsternannten“ Herrscher vom Ballermann.

Natürlich hat auch Abstatt seit Jahren eine Königin und/oder einen König. Immer am 06.01. – dem Dreikönigstag – wird nämlich traditionell der Schützenkönig bzw. die Schützenkönigin mit Hofstaat, bestehend aus dem 1. Und 2. Ritter sowie dem Stallknecht ermittelt. Dieses Brauchtum ist Teil des von der UNESCO zum immateriellen Weltkulturerbe ernannten „Schützenwesens“ und wird auch von der Schützengilde in Abstatt gepflegt.  

Bei uns wird mit dem Luftgewehr auf die 10 m Distanz freistehend geschossen. Der 10er im Mittelpunkt der Scheibe ist dabei etwa so groß wie ein Stecknadelkopf. Der Schütze bzw. die Schützin mit dem besten 10er gewinnt und wird dann in der kommenden Jahreshauptversammlung zum amtierenden König/in ernannt. Als Zeichen der Ehre trägt er/sie die Königskette auf welcher Name und Jahr eingraviert wird. Der 2. platzierte wird 1. , der 3. wird 2. Ritter. Dem Letztplatzierten bleibt der Titel des Stallknechts.

Speziell in nord- und westdeutschendeutschen Traditionsvereinen ist dies eine große Ehre, die mit hohem Präsentationsaufwand und durchaus auch beträchtlichem Kostenaufwand für den ernannten König verbunden sein kann. Bei uns in der SG sind wir bescheiden schon mit einer Runde Zielwasser zufrieden. Also für jeden eine Möglichkeit sich bezahlbar und nachhaltig in der Vereinsgeschichte zu verewigen.

Parallel zum Königschießen werden noch Vereinsmeisterschaften mit der Kurzwaffe und das traditionelle Schießen mit Ordonnanzgewehren für das abgelaufene Schützenjahr 2018 ausgetragen.

Gut Schuss allen Teilnehmern und einen erfolgreichen Start in das Neue Schützenjahr 2019.

Hans-Peter Welte

  www.SG1990-Abstatt.de

Adventstand im Sturmtief 12/2018

Adventsstand im Sturmtief

Der 09. + 10.12.2018 hatte es für die Organisatoren der Schützengilde wahrlich in sich. Nach einer kurzweiligen außerordentlichen Mitgliederversammlung am Sonntagvormittag ging es gleich am Sonntagnachmittag und Montag bis in die Nacht hinein geschäftig weiter mit der Bewirtung des Abstatter Adventsstandes.

Wie in der Vergangenheit war die selbstkreierte feurige Schützenwurst wieder der Renner. Aber auch der frische Hefezopf mit Butter und selbstgemachter Marmelade fand bei den Abstatter Schleckermäulern reißenden Absatz. Unbedingt erwähnt werden müssen die frisch für uns gebackenen „Franzosen“ von unserem Sportfreund Timo Jürgens. Dieser Jungbäcker schießt nicht nur gut (1. Platz beim letzten Abstatter IPSC-Turnier), der kann auch Semmeln backen, die derart knusprig sind, dass man meinen möchte sie hätten eine Sonderbehandlung erfahren. Dem war aber nicht so – allein die Frische machte den Unterschied. Nur die weihnachtliche Musik hat dieses Mal leider gefehlt. Der Verstärker, der letztes Jahr noch einwandfrei funktionierte, hat überraschend den Dienst quittiert.

Toll integrieren lassen hat sich dafür der neue Glühweindurchlauferhitzer, den die Gemeinde angeschafft hat. Mit ihm fällt es jetzt wesentlich leichter den Glühwein kontinuierlich, also intermittierend wie die Techniker sagen, ohne umsatzhemmende Aufwärm- und Wartephasen fließen zu lassen. Überhaupt darf man das Konzept dieser Adventsstandbewirtung durch die Vereine ruhig auch wieder einmal loben. Damit haben die Initiatoren der Gemeinde einen Volltreffer gelandet! Die Bürger nehmen es dankend an. Selbst ein so kräftiges Sturmtief wie „Marielou“, welche sich zu dem Zeitpunkt über Deutschland austobte, konnte den Ansturm auf unseren heißen Aperol Spritz und unsere anderen Leckereien nicht wirklich bremsen. Unter den vielen bekannten Gesichtern war auch unser Bürgermeister Herr Zenth mit seiner Frau und einige Gemeinderäte ließen es sich gerne bei uns schmecken.

 

 

 

 

 

Die Stimmung bei unserem Standbewirtungsteam um unseren Festwirt Mike war dann auch bestens. Es wurde viel gelacht und noch vor die Veranstaltung zu Ende ging war man sich einig, im nächsten Jahr wieder mit der gleichen Besetzung anzutreten. Solange dieser kameradschaftliche Geist harmonisch in der Schützengilde spürbar ist, solange lohnt es sich, sich ehrenamtlich im Verein zu engagieren.

Hans-Peter Welte